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News:

Und plötzlich ist alles ganz anders…

Es ist eigentlich seltsam: Die Versicherer bieten seit Jahrzehnten Lebensversicherungen an, die sich formal vor allem auf eines konzentrieren: Den Tod des Versicherungsnehmers. Aber man stirbt ja nicht immer gleich. Trotzdem wird die immer häufiger auftretende Lebenssituation, in der sich durch schwerwiegende Diagnosen alles ändert, durch einfache Lebensversicherungen nicht abgedeckt..

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Hat Geld wirklich etwas mit Zeit zu tun?

Im vergangenen Jahr diskutierte das Europäische Parlament und auch die deutsche Politik über eine gesetzlich verordnete Entschleunigung des sogenannten Hochfrequenzhandels an den Börsen. Zukünftig sollte jeder von Computern automatisch platzierte Kaufauftrag für mindestens „eine halbe Sekunde lang gehalten werden müssen. Mindestens eine halbe Sekunde.  

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Die "Fallhöhe" des Mittelstands – und wie man damit umgehen kann.

„Sie müssen sich um ihre Zukunft kümmern – das Alter, mögliche Krankheiten, Gefahren und Risiken!“ So sagen die Politiker, die Banken und die Versicherungen. Und sie haben ja nicht ganz unrecht. Weil die Welt eben heute ist, wie sie ist…

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Jahrzehnte vs. Millisekunden. Oder: Hat Geld wirklich etwas mit Zeit zu tun?

 Im vergangenen Jahr diskutierte das Europäische Parlament und auch die deutsche Politik über eine gesetzlich verordnete Entschleunigung des sogenannten Hochfrequenzhandels an den Börsen. Im Zentrum der Überlegungen stand unter anderem ein Gedanke: Zukünftig sollte jeder von Computern automatisch platzierte Kaufauftrag für mindestens „eine halbe Sekunde lang“ gehalten werden müssen. Mindestens eine halbe Sekunde. Wer kann bei dieser Geschwindigkeit noch folgen? …

Nein, das ist keine Zukunftsmusik, sondern bereits omnipräsente und kaum zu beschneidende Realität: Der Hochfrequenzhandel macht Meldungen zufolge in Deutschland inzwischen bereits ca. 40 % und in den USA ca. 70 % der Kaufaufträge an den rsen aus. Grund genug, darüber nachzudenken. Hat die landufige Weisheit Zeit ist Geld“ hier ihre Vollendung gefunden oder wird sie im Gegenteil in der heutigen Zeit ad absurdum geführt? Wie passen das Denken in Jahrzehnten und das Handeln in Millisekunden zusammen?

Eines ist klar: Der Gesetzgeber wird uns die Antwort schuldig bleiben. Die gesetzliche Entschleunigung des Hochfrequenzhandels wurde wieder verworfen. Sie ist in dem vom deutschen Bundesrat am 23. März 2013 verabschiedeten Hochfrequenzhandelsgesetz (Gesetz zur Vermeidung von Gefahren und Missbuchen im Hochfrequenzhandel) nicht mehr enthalten. Im Rahmen des neuen Gesetzes wurde aber immerhin der § 33 des Wertpapierhandelsgesetzes durch einen neuen Absatz 1a ergänzt, in dem man lesen kann: Beim Hochfrequenzhandel geht es um die Bearbeitung von Aufträgen „… mit eingeschnkter oder überhaupt keiner menschlichen Beteiligung .

Wenn das Geld von Computern „ohne menschliche Beteiligung“ vermehrt werden soll, fällt einem dieses Wort von Oscar Wilde ein: Der Zyniker kennt den Preis von allem, und den Wert von nichts.“ In diesem Sinne haben der Hochfrequenzhandel und die Risiken, die wir uns damit einkaufen, etwas Zynisches am Leibe“.

Aber eigentlich ist die Sache ganz einfach: Computer können zwar „schneller denken als wir Menschen aber sie machen trotzdem immer nur das, was wir ihnen sagen. Sie sind nicht in der Lage, Verantwortung zu übernehmen. Das wird immer die Aufgabe von uns Menschen sein.

Der Mensch, die Zeit und die Verantwortung

 Wir befinden uns tatsächlich in einer Epoche, die beim Umgang mit Geld und Werten ein neues Zeitverständnis lernen muss:

 Auf der einen Seite sind wir aufgrund der demographischen Entwicklung gehalten, unsere langfristige Altersvorsorge mit Instrumenten des Finanzmarktes zu sichern. Hier denken und rechnen wir in der Regel in Jahrzehnten.

Andererseits haben wir gelernt, dass die Renditemaximierung wegen unserer Altersvorsorge wichtig ist. Um uns hier Vorteile zu verschaffen, durchläuft unser angespartes Kapital als Teil der Märkte bis zum ersten Tag seiner Auszahlung sicherlich Billionen und Aberbillionen von Transaktionen, die im Bereich von Millisekunden ausgeführt werden.

Fazit

Wir denken: Die Computer mögen noch so schnell rechnen und Transaktionen immer schneller abwickeln können wenn alle versuchen, die maximale Rendite durch Beschleunigung“ heraus zu pressen, wird am Ende keiner einen Vorteil haben. Weil innerhalb immer rzerer Zeit wieder alle gleich schnell und atemlos sein werden.

Und am Ende wird es deshalb auch wieder „nur auf die selbe Frage hinauslaufen: Egal wie schnell oder langsam gehandelt wird mit welcher realistischen Rendite sollten wir uns langfristig gesehen zufrieden geben?…